Mit dem Leichenwagen in die Ferien
Deutschlandfunk Sonntagsspaziergang: https://www.deutschlandfunk.de/mit-dem-leichenwagen-in-die-ferien-100.html
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Nora Bossong: Es ist eine Zeit, die so ein bisschen außerhalb der Zeit ist. Man folgt ja, wenn man denn möchte, dem Tagesablauf der Schwestern, den Stundengebeten, der Messe. Der Tag ist ganz anders strukturiert als unser Alltag. Das ist nicht von so einer Zweckhaftigkeit gehetzt, sondern hat sehr viel Kontemplatives, sehr viel Sinnstiftendes und es ist wirklich eine Auszeit im wahrsten Sinne. Man tritt auch ein bisschen aus der Gegenwart heraus.
Das Kloster Alexanderdorf war einst ein Brandenburger Gutshof, überlebte den Nationalsozialismus und die DDR. Die Nonnen dort sind Zeugen einer Geschichte, die von Glauben, Widerstand und dem Leben in einer sozialistischen Gesellschaft geprägt ist.
Manfred Thiede: „Der Luftangriff war am 15. Februar, dass wir da ausgebombt wurden. Ich weiß nicht wieviel Zeit vorher, der Luftschutzkeller verstärkt, sonst wären wir vielleicht auch noch mit flöten gewesen, im Luftschutzkeller: Säulen reingebaut, noch eine Zwischendecke, die Schalungsbretter waren noch drinnen, die sind dann runtergekommen. War greller Sonnenschein und dann hat es aber gebrannt, weil sie diesen Phosphor abgeschmissen haben. Wo wir rausgekrochen sind aus dem Luftschutzkeller, da kamen uns die Großeltern entgegen.“
BUCHKRITIK; „Keinzelfall“ Christiane Florin gibt missbrauchtem Heimkind eine Stimme In Erinnerung an die misshandelten Kinder“ steht als Widmung in dem Buch von Christiane Florin. Der Titel „Keinzelfall – Wie Heinz ein katholisches Heim überlebte“ ist ein Wortspiel: Das „K“ könnte durch „H“ ersetzt werden – für Heinz. Doch Heinz ist beileibe kein Einzelfall.
Vielfältige Sonderschau widmet sich der „ersten Cottbuser Malerin“ Elisabeth Wolf COTTBUS – Fürst Pückler, Carl Blechen und Ludwig Leichhardt: Mit diesen historischen Persönlichkeiten des 19. Jahrhunderts wirbt Cottbus über die Grenzen der Lausitz hinaus. Die drei Männer – ein adliger Landschaftsarchitekt, ein Maler und ein Entdecker und Zoologe – sind Identifikationsfiguren einer ganzen Region. Mit der Malerin Elisabeth Wolf (1873 bis 1964) soll nun eine Frau an ihre Seite treten.
Elisabeth Wolf malte zahlreiche Impressionen ihrer Heimatstadt Cottbus, dazu Porträts, Stillleben und Aktstudien. Das Stadtmuseum ehrt die Künstlerin mit einer Retrospektive und einer Publikation.
35 Jahre nach dem Mauerfall kann der Bunker der DDR-Auslandsspionage dank eines westdeutschen Vereins besucht werden. Es gibt Führungen ehemaliger Stasi-Mitarbeiter. Für die "Bunker-Dokumentationsstätten" ist der Gosener Schutzbau "ein Originalschauplatz der deutsch-deutschen Spionage-Geschichte", für manchen Besucher nur ein "feuchter, sehr kalter Raum".https://www.n-tv.de/panorama/Ein-Gang-durch-die-Geschichte-und-eine-Fuehrung-durch-einen-Bunker-der-DDR-Auslandsspionage-article25345822.html
https://www.deutschlandfunk.de/die-nonnen-und-der-mauerfall-wie-benediktinerinnen-die-ddr-erlebt-haben-dlf-8115a3f0-100.html
Im Jubiläumsjahr legt der Berliner Helmut Börsch-Supan sein Opus Magnum zu Caspar David Friedrich vor. Es ist auch eine Kritik am Ausstellungshype.