Kultur hoch zwei

BARTH – Ein großer Zaun um fasst das Gelände, im Inneren entfaltet sich ein lebendiger Kosmos aus Pflanzen, Geschichten und gelebtem Glauben. Das Bibelzentrum Barth in Mecklenburg Vorpommern ist weit mehr als ein Museum: Es ist ein Ort der Bildung, der Begegnung und der biblischen Erfahrung nur wenige hundert Meter vom Barther Bodden entfernt.

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Aus dem Trubel in die Stille

Nora Bossong ist eine sehr erfolgreiche Schriftstellerin. Sie lebt in Berlin und hat mit ihrem literarischen Werk in den vergangenen Jahren großen Zuspruch bei Lesern bekommen. Ihre Romane landen regelmäßig auf renommierten Bestsellerlisten. Kürzlich erst mit „Reichskanzlerplatz“ – erschienen bei Suhrkamp. Es geht darin um die 20er, 30er und 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts geht, den politischen Wandel in Deutschland und Europa bis zum Ende des Nationalsozialismus. Im Zentrum des Buches steht das Leben von Magda Goebbels, der Frau des damaligen NS-Propagandaministers und um einen ihrer frühen Liebhaber, eigentlich ein homosexueller. Das Buch ist mit seinen politischen und menschlichen Bezügen sehr aktuell und zeitgemäß. Aber Nora Bossong ist nicht nur eine angesehene Autorin, sondern ebenso gläubige Christin. Wir treffen uns in einem Charlottenburger Café, ganz in der Nähe ihrer Wohnung. Als Katholikin und Schriftstellerin geht Nora Bossong seit Jahren regelmäßig ins Kloster.

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Die Kriegskinder von Cottbus

COTTBUS – Zum 80. Mal jährt sich diesen Donnerstag das Ende des Zweiten Weltkriegs: Die deutsche Wehrmacht kapitulierte vor der siegreichen Sowjetarmee und den Westalliierten. In den sechs Jahren zuvor waren Millionen Menschen gestorben und ermordet worden. Deutschland lag in Trümmern.

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DLF: Außerhalb der Zeit: Die Schriftstellerin Nora Bossong und die Klöster

Nora Bossong: Es ist eine Zeit, die so ein bisschen außerhalb der Zeit ist. Man folgt ja, wenn man denn möchte, dem Tagesablauf der Schwestern, den Stundengebeten, der Messe. Der Tag ist ganz anders strukturiert als unser Alltag. Das ist nicht von so einer Zweckhaftigkeit gehetzt, sondern hat sehr viel Kontemplatives, sehr viel Sinnstiftendes und es ist wirklich eine Auszeit im wahrsten Sinne. Man tritt auch ein bisschen aus der Gegenwart heraus.

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Wir Kriegskinder in Cottbus

Manfred Thiede: „Der Luftangriff war am 15. Februar, dass wir da ausgebombt wurden. Ich weiß nicht wieviel Zeit vorher, der Luftschutzkeller verstärkt, sonst wären wir vielleicht auch noch mit flöten gewesen, im Luftschutzkeller: Säulen reingebaut, noch eine Zwischendecke, die Schalungsbretter waren noch drinnen, die sind dann runtergekommen. War greller Sonnenschein und dann hat es aber gebrannt, weil sie diesen Phosphor abgeschmissen haben. Wo wir rausgekrochen sind aus dem Luftschutzkeller, da kamen uns die Großeltern entgegen.“

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